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  Geldmaschine Investmentclub?  

Sand im Getriebe der Geldmaschine?

Suchen Sie eine „Geldmaschine“ und wollen sich deshalb einem der unzähligen Investmentclubs anschließen, die meist zwischen 5-30 Mitglieder haben? Dann sollten Sie auf der Hut sein, dass Sie keinen Club wählen, der zu viel „Sand im Getriebe“ seiner Geldmaschine hat. Das machen Sie am besten so:

    Sie fragen nach der Performance des Clubs: wenn ein Club in den letzten 10 Jahren insgesamt zum Beispiel gerade mal 5 % Performance erzielt hat, während zum Vergleich der MSCI Welt Index oder auch der FAZ-Index rund 55 % erzielt haben, dann knirscht der Sand im Getriebe dieser Geldmaschine laut und deutlich – anders ausgedrückt: die Geldmaschine ist defekt.

Mögliche Gründe für „Sand im Getriebe“ der Club-Geldmaschine gibt es viele – deshalb hier ein paar Beispiele für solche Gründe und Vorschläge für Ihre Recherche bei der Club-Auswahl:

    § „Gemeinsam sind wir stark“ kann schon deshalb frommer Wunsch sein, weil viele Mitglieder nur sehr oberflächliches Börsenwissen besitzen und es auch nicht erweitern können oder mögen. Die Frage, wie viele Mitglieder wirklich aktiv sind im Club und welches Wissen, welche Erfahrung sie haben, schafft da Klarheit! Lassen Sie sich nicht dadurch irritieren, dass bei der monatlichen Mitglieder-Versammlung immerhin 30-50 % der Mitglieder anwesend sind. Entscheidend ist, wie viele davon produktiv mitarbeiten.

    § Obwohl die Grundsätze eines Clubs, seine Verfahrens- und Anlage-Richtlinien noch so exzellent sein mögen, verhindern sie nicht die Extratouren der Clubmitglieder: da wird eine Aktie gekauft, weil man „so sicher“ ist, dass man „anti-zyklisch“ handeln und die im Fallen begriffene Aktie kaufen muss – und dann fällt sie immer weiter und beschert riesige Verluste. Oder trotz Erreichen des Stopploss wird eine Aktie weiter gehalten, weil man „so sicher“ ist, dass die Aktie bald wieder steigt – bis man sie eines Tages panikartig zum Tiefstkurs verkauft.

    § Man liest immer wieder, man solle vor dem Kauf einer Aktie das Management des Unternehmens beurteilen. Aus gutem Grund, weshalb es schon vor Jahrzehnten Bücher gab mit den Titeln „Millionenverluste durch Führungsfehler“, oder „Gewinnsteigerung durch Führung“. „Führen“ will gelernt sein – welche „Führungs-Qualitäten“ hat das Management des Clubs im Hinblick auf Performance-Erzielung? Die Aufgabe ist nicht einfach, dreißig Clubmitglieder so „unter einen Hut“ zu bringen, dass daraus eine ansehnliche Depot-Performance resultiert. Bekanntlich können viele Köche den „Brei“ auch verderben.

    § Der Umgang mit der Börse erfordert Zeit. Wird sie nicht ausreichend aufgebracht, braucht man sich über mangelnden Börsenerfolg nicht zu wundern.

Bitte bedenken Sie: wenn Sie zufrieden sein wollen mit einer Depot-Performance ähnlich dem Dax oder ähnlich dem Welt-Index, so bedarf es dazu keiner Suche nach einer „Geldmaschine“. Denn Sie kaufen sich nach eigener Information im Verkaufs-Prospekt des Emittenten ein endlos laufendes Zertifikat auf den Index (kein Hebel-Zertifikat). Da sind Sie jederzeit so gut oder so schlecht wie der Index selbst – und haben mit dem „Sand im Getriebe der Geldmaschine“ nichts zu tun!

Wenn Sie aber „mehr“ wollen, dann müssen Sie sich die Mühe machen, bei Ihrer Club-Auswahl die „Spreu vom Weizen zu trennen“ – so wie das an der Börse in Bezug auf die Aktien- oder Fonds-Auswahl auch erforderlich ist – damit Sie eine Geldmaschine mit nur wenig „Sand im Getriebe“ finden!

Dr. Eberhard Gerland

16. Juli 2004